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Gefährdungsmeldung



Die schriftliche Meldung eines gefährdeten Kindes oder eines gefährdeten oder schutzbedürftigen Erwachsenen ist ein einschneidender Schritt und sollte nicht leichtfertig erfolgen, da eine Gefährdungsmeldung in der Regel ein verwaltungs-rechtliches Verfahren auslöst. Gemäss Art. 44b Abs. 2 ZGB sind Behörden und Angestellte öffentlicher Dienste (Gerichte, Sozialhilfebehörden, Schulbehörden, Polizei etc.) zur Meldung von Gefährdungen des Kindeswohls verpflichtet.

Wann ist eine Gefährdung einzureichen?

Erwachsene:
Wenn eine Person gefährdet ist oder andere gefährdet und/oder eine Hilfs-/Schutz-bedürftigkeit besteht.

Kinder und Jugendliche:
• Wenn die persönliche Entwicklung von Kindern gefährdet ist. Gefährdet wird das Kindeswohl insbesondere durch Vernachlässigung, körperliche oder psychische Misshandlung oder sexuellen Missbrauch. Nehmen die Eltern ihre Schutzpflichten nicht wahr, ordnet die KESB geeignete zivilrechtliche Kindes-schutzmassnahmen an.
• Sind die Eltern in der Lage und bereit, selbst Lösungen zur Beseitigung der Kindeswohlgefährdung zu suchen, können sie sich an die Beratungsstelle wenden. Dann ist keine Meldung notwendig.
Eine Gefährdungsmeldung sollte kurz und prägnant sein.

Was sollte in einer Gefährdungsmeldung enthalten sein?
• Personalien (Name, Vorname, Adresse von betroffenen Kindern oder von betroffenen Erwachsenen).
• Bei Kindern zusätzlich soweit als möglich Name und Adresse der Eltern.
• Name und Adresse der meldenden Person oder Institution.
• Angaben über die Gefährdung und Schutzbedürftigkeit. Ein sachliches Auf-zählen der konkreten, gefährdenden Tatsachen, Ereignisse und Beobachtun-gen.
• Vermutungen und Verdachtsmomente sind klar als solche zu benennen.
• Unterschrift der Meldeperson. Auf anonyme Gefährdungsmeldungen wird in der Regel nicht eingetreten.
Meldende Personen können zu ihrem Schutz ungenannt bleiben.
Die Meldeperson hat keinen Anspruch darauf zu erfahren, welche Schritte eingeleitet wurden und welche behördlichen Massnahmen beschlossen wurden.

Wo muss eine Gefährdungsmeldung eingereicht werden?
Die Gefährdungsmeldung ist bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Olten-Gösgen, Amthausquai 23, 4601 Olten, einzureichen.


Im Auftrag der KESB erfolgt die Abklärung durch die zuständige Sozialregion. Die Abklärungsperson nimmt Kontakt mit der meldenden Person auf und klärt die Situation umfassend ab und erstattet der Behörde Bericht. Diese verfügt über das weitere Vorgehen. Je nach Situation errichtet die KESB eine Massnahme oder sieht davon ab.
Bei dringendem Handlungsbedarf wird die KESB vorsorgliche Sofortmassnahmen anordnen. Eventuell müssen auch strafrechtliche Massnahmen eingeleitet werden. Gegen den Beschluss der KESB kann Beschwerde erhoben werden.


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